Herstellen
Eine konkrete reale Situation wird beschrieben und für das Training rekonstruiert.
Grounded Man 1:1
Individuelles Grounded Man® Kompetenztraining
Grounded Man® 1:1 ist eine individuelle Form des Grounded Man® Kompetenztrainings. Ausgangspunkt ist eine konkrete reale Situation aus deinem Alltag, in der Aktivierung, Unsicherheit, Beziehungsdruck oder Konflikt deinen Handlungsspielraum verengen. Du kannst sie beschreiben; anschließend kann sie rekonstruiert oder im Rollenspiel nachgestellt werden.
Im Training geht es nicht primär darum, über die Situation zu sprechen. Innerhalb einer ausreichend aktivierten und zugleich dosierten Situation trainierst du, mehr wahrzunehmen, zu halten, zu unterscheiden, zu entscheiden und zu tun.
Trainingsarchitektur
Eine konkrete reale Situation wird beschrieben und für das Training rekonstruiert.
Die Situation kann im Rollenspiel nachgestellt, variiert und erneut durchgespielt werden. Die Aktivierung bleibt ausreichend, aber dosiert.
In der Situation werden relevante Kompetenzen trainiert. Was dabei innerlich verfügbar wird, wird anschließend in eine mögliche konkrete Antwort oder Handlung übersetzt und im Antwort-Replay erneut in der Szene erprobt.
Diese Kommunikations-/Handlungsübersetzung ist keine fünfte Kompetenz. Mögliche Antworten sind zum Beispiel nachfragen, spiegeln, widersprechen, eine Bitte oder Grenze formulieren, eine Pause machen oder das Gespräch verlassen. Keine davon ist vorgeschrieben oder garantiert wirksam. Dabei muss das Gegenüber weder kontrolliert noch zum Gegner gemacht werden; zugleich muss die eigene Position nicht verloren gehen.
Fachliches Curriculum
Die vier Kompetenzen bilden das fachliche Curriculum im Hintergrund. Eine Sitzung muss nicht schematisch genau einer Kompetenz folgen. Trainiert werden die Kompetenzen, die in der konkreten Situation relevant sind.
Für Einführung und Integration kann eine hilfreiche didaktische Default-Sequenz dienen: Orientierungsfähigkeit → Affektkompetenz → Selbstanbindungsfähigkeit → Differenzierungsfähigkeit. Das ist keine Hierarchie und kein starres Vier-Schritte-Protokoll; nicht jede Sitzung folgt ihr schematisch. Die Kompetenzen greifen ineinander und können wiederholt neu relevant werden.
Feldbezug bezeichnet die relationale und kontextuelle Querdimension, in der die vier Kompetenzen angewandt werden. Er ist keine fünfte Kompetenz.
Körper und Raum als Bezugsrahmen herstellen, halten und wiederfinden – auch wenn Aktivierung die Wahrnehmung enger macht.
Aktivierung, Gefühle, Körperempfindungen und Impulse wahrnehmen, voneinander unterscheiden und im Erleben halten – mit genügend Spielraum, um nicht automatisch zu unterdrücken oder auszuagieren.
Eigene Wahrnehmungen, Bedürfnisse, Werte und Bewertungen als innere Referenz verfügbar halten oder wiederfinden – und äußere Rückmeldungen berücksichtigen, ohne sie zum alleinigen Maßstab zu machen.
Unter Druck auseinanderhalten, was leicht ineinanderfällt: Gefühl und Handlung, Bedürfnis und Anspruch, Beobachtung und Deutung, Absicht und Wirkung, Verantwortung und Selbstbeschuldigung.
Mögliche funktionale Qualitäten
Diese vier Qualitäten sind keine zusätzlichen Kompetenzen und keine garantierten Ergebnisse.
Ich habe mehr als eine mögliche Reaktion.
Ich kann besser erkennen, was da ist, was zählt und was noch offen ist.
Ich verliere meine eigene Position im Kontakt nicht.
Ich muss Widerspruch und Unsicherheit nicht vorschnell beseitigen.
Zusammengenommen können diese Qualitäten Handlungsfähigkeit unter Druck unterstützen.
Produktgrenzen
Grounded Man 1:1 ist kein klassisches, rein gesprächsbasiertes Coaching und keine Psychotherapie. Es dient nicht der systematischen biografischen Aufarbeitung. Alte traumatische Situationen werden nicht als Trainingsgegenstand genutzt.
Es ist auch kein Kommunikationstraining mit vorgeschriebenen „richtigen“ Formulierungen. Gearbeitet wird mit konkreten gegenwärtigen oder realistisch konstruierten Situationen.
Format und Preis
Sicherer Rahmen
Das Kompetenztraining arbeitet mit konkreten gegenwärtigen oder realistisch konstruierten Situationen. Es ist keine Psychotherapie oder Traumatherapie und zielt nicht auf die gezielte Bearbeitung traumatischer Erinnerungen.
Traumasensibel bedeutet hier: Der Ablauf bleibt transparent, Übungen sind freiwillig, Tempo und Intensität werden angepasst und Pausen oder ein Stopp sind jederzeit möglich. Aktivierende Situationen werden nicht gegen deutliche Überforderung „durchgezogen“.
Wenn während einer Übung der Gegenwartsbezug oder die Selbststeuerung deutlich verloren geht, wird die Übung beendet und zunächst wieder Orientierung zur aktuellen Situation hergestellt. Bei akuter psychischer Krise oder wenn ausgeprägte Trauma- oder Dissoziationssymptome im Vordergrund stehen, ist ein psychotherapeutischer bzw. traumatherapeutischer Rahmen geeigneter. Bei Unsicherheit klären wir vorab, ob das Training aktuell passt.
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